Die Faszien beherbergen die meisten Rezeptoren.

Rezeptoren | die körpereigenen Messstellen.

Auf dieser Seite wird einfach erklärt, welche Rolle Rezeptoren, Faszien und das Nervensystem bei Spannung, Bewegung und Körperwahrnehmung spielen können.

Der direkte „Draht“ zum Rückenmark und zum Gehirn.

Rezeptoren (Nervenendigungen) sind Teil des peripheren Nervensystems, sie nehmen Reize auf und senden diese an das zentrale Nervensystem (Gehirn, Rückenmark). Dort werden die Reize verarbeitet und beantwortet.


Bleibt der Schmerz aber für längere Zeit bestehen, greift eine weitere Schutzmaßname, auch die Faszien kontrahieren und verkleben.

tensegrity-Modell für Faszien

Das Tensegrity-Modell macht verständlich, warum der Körper Belastungen nicht nur über einzelne Muskeln oder Gelenke ausgleicht. Für Stabilität und Statik ist entscheidend, wie Spannung im gesamten Gewebe verteilt wird. Wird ein Bereich dauerhaft stärker belastet, etwa durch eine Schonhaltung, alte Verletzung oder einseitige Bewegung, kann sich dieses Spannungsverhältnis verändern.

Über Faszienketten können solche Veränderungen auch Regionen beeinflussen, die nicht unmittelbar am Ausgangspunkt liegen. So kann eine Einschränkung im Becken, Fuß oder Rücken Auswirkungen auf Beweglichkeit, Haltung oder Belastbarkeit anderer Körperbereiche haben.

In der Faszientherapie ist dieses Modell deshalb hilfreich, weil es den Blick erweitert: Nicht nur die schmerzhafte Stelle ist entscheidend, sondern auch die Frage, wie der Körper Spannung organisiert und kompensiert. Ziel ist es, dem Gewebe wieder mehr Beweglichkeit, Anpassungsfähigkeit und funktionelles Gleichgewicht zu ermöglichen.

Das Faszien-Tensegrity-Modell:
Die Abbildung mit grünem Kreis zeigt den gesunden Zustand. Die Abbildung mit rotem Kreis zeigt eine myofasziale Störung.

Tensegritiy-Modell für Faszien: Gezeigt wird ein Modell, welches auch Holzstäben und Gummibändern besteht.
Tensegritiy-Modell für Faszien: Gezeigt wird ein Modell, welches eine Verletzung zeigt.

Zum abgebildeten Modell:
Die Holzstäbe stellen unsere Knochen, die Gummibänder das myofasziale System (Muskel-Bindegewebe) dar.

Es beschreibt ein auf ausgeglichene Kraft- und Spannungsverhältnisse basierendes optimal funktionierendes Körpermodell, wie die Abbildung mit GRÜNEM Kreis zeigt.

In der Abbildung mit ROTEM Kreis wurde ein Gummiband einmal um die Kappe des Holzstabes gelegt. Im übertragenen Sinne stellt dies eine Verletzung (Läsion) im Körper dar. Diese Verletzung kann indirekt viele andere Körperregionen beeinflussen, besonders wenn sie schon längere Zeit besteht.

Im Modell haben die Knochen (Holzstäbe) keinen Kontakt zueinander. Ähnlich sollte es auch in unserem Körper ablaufen, möglichst wenig Reibung in den Gelenken um den Verschleiß der Gelenk-Knorpel und der Knochen selber niedrig zu halten. Ein gesundes Faszien-System erfüllt genau diesen Nutzen.